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Steingaß: Das Zukunftsprojekt BUGA 2029 ist voll im Zeitplan

Die Vorbereitungen zur BUGA 2029 liegen – trotz der Corona-Pandemie – voll im Zeitplan. Das teilte Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß als Beauftragte der Landesregierung für das Zukunftsprojekt bei einem Besuch des Oberen Mittelrheintals mit.

Loreley-Plateau
Auf dem Loreley-Plateau präsentieren die BUGA2029-Flagge (von links): Frank Puchtler (Landrat und Vorsteher des Welterbe-Zweckverbandes), Nicole Steingaß (Staatssekretärin), Mike Weiland (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley), Loreley Tasmin und Jochen Sandner (Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft). :Foto: EA RLP

„Wir haben uns in der Landesregierung auf die Verteilung der Fördergelder von mehr als 48 Millionen Euro verständigt. Das Land steht zu seinen Förderzusagen gegenüber Zweckverband und Kommunen, die die Bundesgartenschau 2029 ausrichten“, sagte Steingaß.

Anlässlich ihrer eintägigen Rundreise mit dem Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG), Jochen Sandner, und Rainer Zeimentz als Geschäftsführer der BUGA 2029 gGmbH erläuterte Nicole Steingaß den Planungsstand: „In diesem Jahr haben wir vor allem Vorbereitungsarbeiten geleistet und sind die nächsten Schritte im Zeitplan angegangen“, so die Staatssekretärin. Die 57 Welterbe-Kommunen beraten nun unter anderem rechtliche Dokumente, die anschließend von der Versammlung des Welterbe-Zweckverbands beschlossen werden. Zum Jahresende sollen somit alle rechtlichen Grundlagen vorliegen, damit die BUGA-Gesellschaft im kommenden Jahr mit der konkreten Planungsarbeit beginnen kann. Darauf folgen ab 2022 Beteiligungs-Workshops mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie der UNESCO. Ab 2023 starten die Gestaltungswettbewerbe für Landschaftsarchitekten und anschließend die Umsetzung der Siegerentwürfe.

Das SWR-Fernsehen interviewt Staatssekretärin Nicole Steingaß auf Schloss Stolzenfels in Koblenz. Foto: EA RLP

Wie die BUGA 2029 letztlich aussehen wird, lässt sich nach den Worten von Nicole Steingaß derzeit noch nicht konkret beschreiben. Die 2017 erstellte Machbarkeitsstudie verschaffte als Skizze bereits einen ersten Eindruck. Die genauen Örtlichkeiten und Ausgestaltungen ergeben erst die Beteiligungsverfahren sowie die anschließenden Architekten-Wettbewerbe. Die BUGA-Beauftragte zeigte sich aber schon sehr gespannt auf die kreativen Ideen der Beteiligten.

Rheinland-Pfalz unterstützt die BUGA 2029 mit bis zu 48,6 Millionen Euro, das Nachbarland Hessen steuert bis zu 6,3 Millionen Euro bei. Staatssekretärin Steingaß koordiniert als BUGA-Beauftrage in Rheinland-Pfalz alle Aufgaben der Landesregierung zu diesem großen Regionalentwicklungsprojekt. Die Vorbereitungen finden in mehreren Ministerien und bei den Aufsichtsbehörden statt. Außerdem ist die BUGA-Beauftragte zentrale Ansprechpartnerin der Landesregierung für den Welterbe-Zweckverband. 

Der Bacharacher Beigeordnete Rainald Kauer erläutert Nicole Steingaß die BUGA-Pläne seiner Stadt. Foto: EA RLP

An vier Stationen erkundete sich Nicole Steingaß über die aktuellen Entwicklungen im Oberen Mittelrheintal. Das Schloss Stolzenfels in Koblenz ist ein Beispiel für den kulturellen Schatz der Region und die nachhaltige Entwicklung im Zuge der BUGA 2011 in Koblenz. Das „preußische Neuschwanstein“ und sein einzigartiger Park waren bereits für die englische Königin Victoria ein Erlebnis. In Bacharach erleben Touristen aus aller Welt eine einzigartige Innenstadt des Mittelalters. Gleichzeitig hat Bacharach eine lebendige und weltoffene Kulturszene. Für viele Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet ist Bacharach das Tor zum romantischen Mittelrhein.

In Kaub war der barrierefreie Ausbau von Bahnhaltepunkten am Mittelrhein Thema. Foto: EA RLP

Kaub war jahrhundertelang eine Schifffahrtsstadt. Die Schifffahrt rückte in den letzten Jahrzehnten aber vermehrt in den Hintergrund und Kaub etablierte sich mit der erfolgreichen Jugendherberge und dem Blücher-Museum als attraktives touristisches Ziel. Die Burg Pfalzgrafenstein ist eines der meistgenutzten Werbefotos für den Tourismus in Deutschland.

Das Loreley-Plateau ist heute als Herzstück des Oberen Mittelrheintals wieder in einem guten Zustand. Veraltete Gebäude der Nachkriegszeit und ein großer asphaltierter Parkplatz wurden abgerissen und renaturiert. Dort, wo Beton und Asphalt waren, gibt es jetzt einen wunderschönen Kultur- und Landschaftspark.  

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