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Video: So kommt Heilbronn mit seiner BUGA voran

Zwei alte Bekannte arbeiten in diesen Tagen auf den Start der BUGA in Heilbronn hin: Geschäftsführer Hanspeter Faas und Berthold Stückle, Leiter Projektmanagement und Betrieb. Beide waren bereits bei der BUGA 2011 in Koblenz dabei – und geben jetzt neue Einblicke in die Planung der Bundesgartenschau in diesem Jahr. Sie eröffnet am 17. April.

Stückle merkt man im Video die Anspannung und Vorfreude auf die Eröffnung an: Er freut sich auf die Gesichter der Heilbronner, wenn sie ab Mitte April das BUGA-Gelände in Beschlag nehmen. „Es ist unheimlich viel passiert“, sagt er. So werden derzeit Fundamente für Pavillons, Kassenhäuschen und WC-Anlagen gelegt, Schiffsanlegestellen für Schiffsshuttles gesetzt, Verkabelungen geschaffen. Die BUGA in Heilbronn soll nicht weniger werden als ein 173 Tage dauerndes Fest.

Neues Wohnquartier entsteht

Dafür wurden 600.000 Kubikmeter Erde bewegt und 22 Gebäude gebaut. Für die Anlegestellen werden große Stahlpfähle in die Erde des Neckars einvibriert. Dort sollen künftig die Landungsbrücken eingehängt werden. Vor sechs Jahren erfolgte der erste Spatenstich. Auf einer Fläche von 40 Hektar entstehen dafür nicht nur Garten- und Parkanlagen, sondern auch zur späteren Nutzung ein neues Wohnquartier namens Neckarbogen.

Wie Heilbronn von der BUGA profitiert, erläuterte Geschäftsführer Faas in einer Pressekonferenz. 41 Prozent aller Aufträge sollen demnach in die Region gegangen sein. Das berichtet die „Rhein-Neckar-Zeitung“. Im Schnitt 17 Euro pro Kopf dürften Besucher demnach in der Stadt und 12 Euro auf der BUGA ausgeben. Bei 2,2 Millionen erhofften Gästen solle ein zweistelliger Millionenbetrag herauskommen: Gerechnet wird mit Einnahmen von 34,5 Millionen Euro, die Kosten werden auf 44,5 Millionen Euro geschätzt.

OrganisationBUGA Heilbronn 2019 GmbH
Gründung2. Februar 2010, neun Jahre vor Eröffnung
AufgabeRevitalisierung einer innerstädtischen Brachfläche durch Entwicklung eines neuen Stadtquartiers und Schaffung neuer urbaner Parklandschaften mit Spiel- und Sportbereichen, Ausgestaltung der Neckarufer als Naherholungslandschaft und Naturerfahrungsraum
Geländeehemaliges Bahngelände, ca. 40 Hektar
Dauer17. April bis 6. Oktober 2019 (173 Tage)
Erwartete Anzahl an Besuchern2,2 Millionen
FinanzierungDurchführung der Bundesgartenschau: 44,5 Millionen Euro, davon 34,5 Millionen eigenfinanziert. Die Stadt Heilbronn übernimmt ca. zehn Millionen Euro.
Investitionen insgesamt: 144 Millionen Euro. Etwa 56 Millionen Euro kommen vom Land Baden-Württemberg.
Erwartete Einnahmen durch Besucher: 34,5 Millionen Euro.

EintrittskartenDauerkarte: 110 Euro, für junge Erwachsene (15 bid 25 Jahre) 50 Euro, Kinder unter 15 Jahren haben freien Eintritt.
Tageskarte: 23 Euro, für junge Erwachsene (15 bis 25 Jahre) 8 Euro, Kinder unter 15 Jahren haben freien Eintritt.
Zwei-Tageskarte: 35 Euro für Erwachsene.
Die Tageskarten berechtigen zur Nutzung örtlicher Verkehrsmittel (die Dauerkarten nicht).

Gastronomen und Winzer profitieren

20 Millionen Sprudelflaschen werden mit einem BUGA-Etikett versehen. Ein Verbund von privaten Weinguten keltert seit zwei Jahren den „BUGA-Wein“, und Gastronomiebetriebe dürfen sich mit dem Etikett „Schmeck den Süden“ schmücken, wenn sie regionale Küche zubereiten und regionale Zutaten verwenden.

Bei der Bundesgartenschau in Koblenz hätten 91 Prozent der Besucher bei einer Befragung gesagt, in absehbarer Zeit nach Koblenz zurückzukommen. Wie sehr die BUGA seinerzeit Koblenz verwandelt und nachhaltig den Tourismus gefördert hat, ist in einem Beitrag für die Publikation „Informationen zur Raumentwicklung“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung nachzulesen (PDF).

Bericht der „Rhein-Neckar-Zeitung“, Konzept „Schmeck den Süden“ , Website der BUGA 2019, Bericht „Koblenz verwandelt“ (PDF)

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