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Koblenzer Beiträge zur BUGA 2031

Die Rhein-Zei­tung berich­te­te am 15. Febru­ar 2017: das könn­ten die Koblen­zer Bei­trä­ge zur BUGA in 14 Jah­ren wer­den (Quel­le: http://​bit​.ly/​r​z​1​5​0​2​2​017)

Koblenz. Wenn es 2031 tat­säch­lich eine Bun­des­gar­ten­schau im Mit­tel­rhein­tal gibt, ist auch Koblenz wie­der ein Teil davon – und zumin­dest einen ers­ten Ein­druck davon, wo und wie die neue Gar­ten­schau im Stadt­ge­biet statt­fin­den könn­te, geben nun meh­re­re Steck­brie­fe, die die Stadt vor­ge­legt hat.

So sie denn stattfindet, könnte eine Bundesgartenschau 2031 auch am Rhein zwischen Deutschem Eck (links) und Stolzenfels stattfinden. Die Stadt hat nun Steckbriefe vorgelegt, in denen sie umreißt, was in fünf Stadtteilen am Fluss passieren könnte, um diese fit für eine Buga zu machen. Foto: Landesamt für Vermessung und Geobasisinformationen
(Foto: Lan­des­amt für Ver­mes­sung und Geo­ba­sis­in­for­ma­tio­nen)
So sie denn statt­fin­det, könn­te eine Bun­des­gar­ten­schau 2031 auch am Rhein zwi­schen Deut­schem Eck (links) und Stol­zen­fels statt­fin­den. Die Stadt hat nun Steck­brie­fe vor­ge­legt, in denen sie umreißt, was in fünf Stadt­tei­len am Fluss pas­sie­ren könn­te, um die­se fit für eine Buga zu machen.

Für Ehren­breit­stein, Pfaf­fen­dorf, Horch­heim, Ober­werth und Stol­zen­fels wer­den hier Anfor­de­run­gen und gewünsch­te Ent­wick­lun­gen auf­ge­führt, mit denen die Stadt­tei­le fit für die Buga gemacht wer­den könn­ten.

Die­se Steck­brie­fe sol­len nun in die Mach­bar­keits­stu­die ein­flie­ßen, die die Ent­wick­lungs­agen­tur Rhein­land-Pfalz im ers­ten Quar­tal 2017 beauf­tra­gen will. Auf die­se Wei­se sol­len die „pro­jekt­spe­zi­fi­schen Inter­es­sen der Stadt früh­zei­tig gewahrt wer­den“, erklärt die Ver­wal­tung.

In den Jah­ren bis zur Buga 2031 sol­len „Her­aus­for­de­run­gen“ in den Berei­chen Ver­kehr, Tou­ris­mus, Demo­gra­fie und Wan­del der Kul­tur­land­schaft bear­bei­tet wer­den. Grund­la­ge dafür sind auch die Steck­brie­fe, in denen Koblenz Zie­le in den ein­zel­nen Stadt­tei­len mit Blick auf die Gar­ten­schau auf­führt.

Vie­le Punk­te wie­der­ho­len sich dabei in den Steck­brie­fen: Das Ser­vice­an­ge­bot für Tou­ris­ten soll auf­ge­wer­tet und ergänzt wer­den, wert­vol­le Bau­sub­stanz soll erhal­ten und die Geschich­te des Ortes erleb­bar gemacht wer­den, die Orts­ker­ne sol­len gestärkt, der Schie­nen­lärm gemin­dert, stadt­teil­na­he Wan­der­we­ge aus­ge­baut und Orts­ein­gän­ge gestal­tet wer­den. Wo und wie genau die­se und ande­re Zie­le in den ein­zel­nen Stadt­tei­len umge­setzt wer­den könn­ten, wird in den Steck­brie­fen auf­ge­führt.

    • Ehren­breit­stein: Hier kann sich die Stadt die Ansied­lung und Wie­der­auf­nah­me von Gas­tro­no­mie im Bereich Hofstraße/Kapuzinerplatz bezie­hungs­wei­se Pfaf­fen­dor­fer Hafen vor­stel­len. Der Bahn­hal­te­punkt soll neu gestal­tet wer­den, eben­so wie der Rhein­ufer­weg. Am Rhein liegt dann auch der Schwer­punkt der Gestal­tung der Grün- und Frei­flä­chen: Die Ufer­be­rei­che und die Hafen­mo­le sol­len mit Bepflan­zung auf­ge­wer­tet wer­den, die Auf­ent­halts­qua­li­tät soll erhöht wer­den.
    • Pfaf­fen­dorf: Poten­zi­al sieht man hier unter ande­rem am Pfaf­fen­dor­fer Hafen (Gas­tro­no­mie) und im Bereich Jahnplatz/Spangenberger Stra­ße (Ein­zel­han­del). Als Ent­wick­lungs­mög­lich­keit in punc­to Woh­nungs­bau wer­den „Floa­ting Homes“, also Häu­ser auf dem Was­ser, am Pfaf­fen­dor­fer Hafen genannt. Am Rhein­ufer­weg soll­ten Lücken geschlos­sen wer­den, auch soll die­ser durch Bepflan­zung auf­ge­wer­tet wer­den. Jahnplatz/Spangenberger Stra­ße sol­len begrünt wer­den, von der Orts­mit­te in Rich­tung Horch­heim soll eine „Grün­ver­bin­dung“ geschaf­fen wer­den.
    • Horch­heim: Hier sieht man Poten­zi­al in der Wie­der­auf­nah­me des Ein­zel­han­dels in der Orts­mit­te und in Gas­tro­no­mie am Men­dels­sohn­park. Abschnit­te der Emser Stra­ße sol­len laut Steck­brief aus- oder umge­baut wer­den, hier ist die Rede von der Gestal­tung der Orts­ein­gän­ge, von neu­en oder opti­mier­ten Que­rungs­hil­fen und Geh­weg­ver­brei­te­run­gen. Der Rhein­ufer­weg soll aus­ge­baut wer­den – durch Lücken­schlüs­se eben­so wie durch Bepflan­zung. Der west­li­che Men­dels­sohn­park soll zum Land­schafts- und Nah­erho­lungs­park wer­den, in dem auch das Tee­haus neu insze­niert wird.
    • Ober­werth: Auf dem Ober­werth steht der „Rhein­au­en­park“ im Mit­tel­punkt. Hier sol­len laut Kon­zept Frei­zeit- und Nah­erho­lungs­an­ge­bo­te auf­ge­baut wer­den, er soll zum Land­schafts- und Nah­erho­lungs­park aus­ge­baut wer­den. Der Rhein­ufer­weg und der Gewäs­ser­lehr­pfad soll­ten aus­ge­baut und auf­ge­wer­tet wer­den, und auch eine gas­tro­no­mi­sche Nut­zung im Stadt­teil soll zur Wei­ter­ent­wick­lung bei­tra­gen. Die Eichen­dorff­stra­ße soll umge­baut und der Weber­platz zum Quar­tiers­platz umge­stal­tet wer­den.
  • Stol­zen­fels: Einen Schwer­punkt sieht die Stadt im Bereich des ehe­ma­li­gen Wald­schwimm­bads ober­halb von Stol­zen­fels. Hier sei ein Frei­zeit-/Klet­ter­park denk­bar sowie eine „natur­na­he Bewirt­schaf­tung“ des Außen­ge­län­des. Das Rhein­ufer soll auch hier attrak­ti­ver gestal­tet wer­den, eben­so wie die Weg­ach­se zwi­schen Rhein, Orts­kern und Schloss Stol­zen­fels. Ver­kehrs­be­ru­hi­gung spielt in dem Stadt­teil eine beson­de­re Rol­le, gera­de auf der B 9, wo inner­halb des Ortes Fahr­bahn­ver­en­gun­gen, Ver­sprün­ge, Bepflan­zung oder Pflas­te­rung denk­bar sind.

Aus­ge­schlos­sen wur­den in den Über­le­gun­gen übri­gens zunächst ein­mal die Stadt­tei­le, die schon bei der Buga 2011 berück­sich­tigt wor­den waren: Alt‑, Innen- und Süd­stadt. Die Stadt­tei­le nörd­lich der Mosel­mün­dung fal­len außer­dem raus, weil sie nicht mehr zum Welt­erbe-Gebiet zäh­len.

Von RZ-Redak­teu­rin Ste­pha­nie Mer­s­mann

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