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Städtebauförderung: Mehr als 1 Million Euro fürs Mittelrheintal

Parallel zu den Vorbereitungen der BUGA 2029 fließen auch weiter Mittel der Städtebauförderung des Landes ins Welterbe Oberes Mittelrheintal. Der künftige BUGA-Geschäftsführer Berthold Stückle war auf der Burg Rheinfels in St. Goar dabei, als Innenminister Roger Lewentz die jüngsten Bescheide über mehr als 1 Million Euro übergab.

Burg Rheinfels
Auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kommunen bei der Stadt- und Regionalentwicklung auf dem Weg zur BUGA 2029 freuen sich Innenminister Roger Lewentz (3. von links), GDKE-Generaldirektor Thomas Metz (links) und der künftige BUGA-Geschäftsführer Berthold Stückle (2. von rechts) auf der Burg Rheinfels. Foto: Jöckel

900.000 Euro für die Städte St. Goar und Oberwesel stammen aus dem Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“. Für St. Goar werden daraus 500.000 Euro bereitgestellt. Diese will die Stadt zum Erhalt der Burg Rheinfels und Ordnungsmaßnahmen einsetzen. „Die einzelnen Vorhaben sind in die Entwicklungsstrategie der Stadt eingebunden, um langfristig eine positive Entwicklung des Ortsteils Biebernheim und der Burg Rheinfels zu gewährleisten und so St. Goar für die Zukunft zu stärken“, erklärte Lewentz.

Mögliche BUGA-Flächen außerhalb der Burgmauern

Zwar wird sich die Bundesgartenschau selbst im Jahr 2029 nach dem derzeitigen Planungsstand nicht innerhalb der Mauern der Burg Rheinfels abspielen, sondern um die Burg herum. Aber, dass die alten Gemäuer als attraktives Kulturdenkmal erhalten werden sollen, freut auch Berthold Stückle, der ab 2021 die Geschäfte der BUGA 2029 GmbH führt.

Die bisherige Grundidee zur BUGA 2029 ist, mittels Bepflanzungen die ursprüngliche Größe der Burg erlebbar zu machen. Denn die heutige Anlage entspricht nur rund 30 Prozent der einstmaligen Größe und lässt nur noch erahnen, wie mächtig die Burg Rheinfels einst war. Mit Pflanzen könnten die historischen Ausläufer der Burg sichtbar gemacht werden. Stadtbürgermeister Falko Hönisch hat dafür gesorgt, dass der BUGA GmbH alle notwendigen Grundstücke zur Verfügung gestellt werden können. Zur konkreten Gestaltung könnte die BUGA 2029 GmbH einen landschaftsplanerischen Wettbewerb ausschreiben.

Oberwesel will Rheinufer entwickeln

Für die Stadt Oberwesel wurden weitere 400.000 Euro bewilligt. Diese dienen der Entwicklung des Stadtkerns und des Rheinufers. Konkret sind sie zunächst für erste private Modernisierungsmaßnahmen und vorbereitende Untersuchungen der Rheinufergestaltung vorgesehen.

Lebendiges Bacharach

Die Stadt Bacharach erhielt für 2020 Jahr aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ weitere 142.000 Euro Städtebaufördermittel für die laufende Entwicklung der historischen Innenstadt. Die Stadt kann mit den Fördergeldern des Landes und des Bundes städtebauliche Maßnahmen im Fördergebiet finanzieren. „Die Stadt will die Mittel hauptsächlich für weitere Vorbereitungen, erste private Modernisierungsmaßnahmen und erste kleinere Bauvorhaben einsetzen. Die Maßnahmen sind weitere Bausteine einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie zur Stärkung der historischen Innenstadt von Bacharach“, so Lewentz.

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