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Die Vision – Familie Schmidt besucht die BUGA

Wir beginnen mit einem Blick in die Zukunft. Es ist das Pfingstwochenende 2029. So könnte an diesen Tagen ein Ausflug zur BUGA aussehen.

Mit geliehenen E-Bikes radelt Familie Schmidt bei herrlichem Frühlingswetter auf dem Rheinradweg. (Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz, Montage)
Mit geliehenen E-Bikes radelt Familie Schmidt bei herrlichem Frühlingswetter auf dem Rheinradweg. (Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Ketz, Montage)

Familie Schmidt, das sind die Eltern Markus und Jenny, beide Mitte 30, und ihre zwei Töchter Julie und Sarah im Alter von sechs und zehn Jahren. Sie wählen für den BUGA-Besuch das verlängerte Wochenende zu Pfingsten. Denn das Angebot, das sie auf der Homepage, einigen Gartenblogs und Youtube recherchiert haben, ist riesig. Besonders fasziniert sind Markus und Jenny von der Vielschichtigkeit der BUGA: Entlang des Flusses können sie die Ausstellungen am und auf dem Rhein entdecken, in den Orten durch hübsche Gassen bummeln und beim Wandern in den Weinbergen und auf den vielen Burgen die Aussicht auf das Tal genießen.

Am Freitagmorgen geht es von ihrem Wohnort Frankfurt am Main mit dem Zug nach Koblenz. Den Ablauf des Besuches haben sie vorher ganz entspannt mit der BUGA-App geplant, die ihnen Infos zu den Standorten, zu Veranstaltungen, zur Gastronomie und dem Transport bietet und über die sie auch ihre für drei Tage gültige BUGA-Card gekauft haben.

Am späten Nachmittag beginnt ihre Tour auf der Festung Ehrenbreitstein, wo ihnen die App zahlreiche Informationen zu der mächtigen Anlage bietet. Datenbrillen haben die Festung in einen Schauplatz des 19. Jahrhunderts verwandelt. Die Mädchen sind begeistert, zumal ihnen an einem realen Aussichtspunkt mit Blick auf den Fluss weitere digitale Ansichten aus rund 3000 Jahren Siedlungsgeschichte geboten werden. Sarah gibt über die Social-Media-Kanäle ihre Eindrücke ständig an die besten Freundinnen weiter, was ihre Mutter nicht kommentiert: Sie hat es in ihrer Jugend auch nicht anders gehalten. Nur war damals der Empfang nicht flächendeckend und die Realität kein so inniges Zusammenspiel von Mensch, Umwelt und Internet.

Am Samstag geht es mit geliehenen E-Bikes auf dem Rheinradweg zuerst zum schwimmenden Blumenschiff beim Schloss Stolzenfels und dann weiter hoch zur Marksburg bei Braubach. Herr Schmidt erinnert sich gut an den Lärm im Tal vor zwanzig Jahren, jetzt schnurren dort Elektrofahrzeuge über die gut ausgebaute Straße.

Visualisierung einer BUGA-Ikone: die »Schwimmende Blumenhalle«  vor dem Loreleyfelsen. (Foto: PIELMedia; Visualisierung: JG – visualisierung+architekturfotografie, Jens Gehrcken)
Visualisierung einer BUGA-Ikone: die »Schwimmende Blumenhalle« vor dem Loreleyfelsen. (Foto: PIELMedia; Visualisierung: JG – visualisierung+architekturfotografie, Jens Gehrcken)


Nächste Station ist die verkehrsberuhigte Rheinpromenade in Boppard, wo die Familie in einem von der App empfohlenen Restaurant zu Mittag isst: Sauerbraten für die Eltern, Reibekuchen mit Hunsrücker Apfelmus für die Kinder. Ein Wassertaxi bringt sie weiter zu einer der zentralen Ausstellungsflächen an der Loreley. Dort kann sich die Rosenliebhaberin Jenny nicht sattsehen. Am Abend lassen sich die Schmidts das RheinLeuchten auf der Burg Pfalzgrafenstein in Kaub nicht entgehen und bestaunen in seltener Einmütigkeit die rot, lila und blau illuminierte Anlage. Jetzt sind alle müde, nur die Kinder maulen, weil sie noch einen Film streamen wollen – zumal das Hotel in Kaub, das auf dem größten Reiseportal der Region eine sehr gute Bewertung hat, einen 3D-Beamer mit Hologrammen bietet.

Am nächsten Morgen fahren die Schmidts nach einem ausgewogenen Frühstück mit dem Rheintaxi nach Bacharach, wo sie ein wenig durch die Stadt flanieren. Anschließend nehmen sie das Schiff nach Bingen. Am Kulturufer wollen Herr und Frau Schmidt vor allem die Beete und Blumenfelder anschauen, die Kleine will spielen und die Größere ein cooles Kinderkonzert besuchen. Sie verabreden, getrennte Wege zu gehen, sind aber über ihre Familien-App im ständigen Kontakt.

Anschließend fährt die Familie mit der großen Rheinfähre nach Rüdesheim und mit der historischen Seilbahn hoch zum Niederwalddenkmal und dem großen Landschaftspark. Zurück geht es mit einem Wassertaxi ab Assmannshausen und mit der Bahn nach Hause, wo Markus und Jenny gleich einen zweiten Ausflug zur BUGA planen. Denn sie haben noch lange nicht alles gesehen. Zahlreiche Orte im Tal und auf den Höhen haben für die Familie noch einiges zu bieten.

  • In unserer Serie beleuchten wir auf Basis der aktualisierten Machbarkeitsstudie (PDF) die Möglichkeiten und Auswirkungen der Bundesgartenschau 2029 im Oberen Mittelrheintal. Bisher erschienen:
  1. Einführung
  2. Die Aufgabenstellung
  3. Familie Schmidt besucht die BUGA
  4. Impulse für das Obere Mittelrheintal
  5. Bingen, Koblenz, Havelland
  6. Eine dezentrale Bundesgartenschau
  7. Besonderheiten und Potenziale
  8. Die Infrastruktur
  9. Orts- und Regionalentwicklung zwischen Koblenz und Rüdesheim
  10. Das UNESCO-Welterbe
  11. Die Beteiligung der Bürger
  12. Entwicklung der Leitlinien
  13. Auf dem Rhein
  14. Das ganze Tal bespielen
  15. Konzept für die BUGA 2029
  16. Qualifizierung und Auswahl von Schwerpunktstandorten und -projekten
  17. Mögliche Standorte im nördlichen Tal
  18. Mögliche Standorte im zentralen Tal
  19. Mögliche Standorte im südlichen Tal
  20. Das Mobilitätskonzept
  21. Das Veranstaltungskonzept
  22. Die touristische Infrastruktur
  23. Weitere Projektideen
  24. Das bleibt!
  25. Haushalt und Finanzierung
  26. Meilensteine

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