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Erweiterungen und Zerstörungen: Die bauliche Entwicklung der Burgen

Das Vorkommen, die Funktion und die Gestaltung von Burggärten hängen unmittelbar mit der sich ändernden Nutzung von Burgen zusammen. Deshalb geht ein Kapitel der Burggärtenstudie ausführlich auf diese baulichen Entwicklungen der Burgen im Oberen Mittelrheintal ein.

Die Burg Maus bei St. Goarshausen-Wellmich (Foto: Jöckel)

Viele bauliche Entwicklungen der Burgen gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Die meisten Anlagen wurden vom 12. bis 15. Jahrhundert erbaut. Der Burgenbau war geprägt vom territorialen Herrschaftsausbau, beginnend mit den Erzstiften Mainz, Köln und Trier und fortgesetzt durch die Pfalzgrafen bei Rhein, die Grafen von Katzenelnbogen, Landgrafen von Hessen und den Grafen von Nassau. Die unten abgebildete Karte zeigt die territoriale Einteilung des Oberen Mittelrheintals gegen Ende des 15. Jahrhunderts und im Jahre 1789.

Grafik Territorien am Oberen Mittelrhein
Die Karte zeigt die territoriale Einteilung des Oberen Mittelrheintals gegen Ende des 15. Jahrhunderts.

Die bauliche Entwicklung der Burgen war zum einen geprägt durch kontinuierliche, bauliche Erweiterungen zur Sicherung der Burg oder zum anderen durch Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und in den Pfälzischen Erbfolgekriegen.

Nach Machtwechseln gewannen sie an Bedeutung und wurden als Festungen und Residenzen ausgebaut oder verloren im Gegenzug ihren Stellenwert teilweise oder gar vollständig. Es folgten vielfache Besitzerwechsel und damit verbunden unterschiedlichste Schicksale der Anlagen. Die Spanne war groß, sie reichte vom vollständigen Verlust über die Nutzung der Ruinen als Steinbruch für andere Bauten bis hin zum glanzvollsten Wiederaufbau im 19. Jahrhundert in unterschiedlichster Weise.

Die Feindlichen Brüder: Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein; Foto: Jöckel

Als 1815 das Rheinland auf dem Wiener Kongress Preußen zugesprochen wurde, war dies der Auslöser für einen neuen Höhepunkt in der Chronologie der Burganlagen am Mittelrhein. Fasziniert vom Mittelrheintal begab sich der Prinz Friedrich 1822 auf die Suche nach einer käuflich zu erwerbenden Burg. Mit Burg Rheinstein begann der erste romantische Wiederaufbau unter Mitwirkung von Karl Schinkel. Ihr folgten Burg Sooneck und Schloss Stolzenfels. Dem preußischen Vorbild folgten viele weitere Wiederaufbauten
als Familiensitz bürgerlicher und Industriellenfamilien.

Das Burgenumfeld wurde in den Entwicklungen nur lückenhaft dokumentiert. Gesichert belegt ist jedoch, dass der Garten und das Umfeld seit dem Mittelalter fester Bestandteil des Gesamtensembles einer Burganlage war und sich in seinen Funktionen und Gestaltungsformen bis heute mit entwickelt hat.

BurgErbauerBauliche Entwicklungen
MäuseturmMainzer Erzbischöfe,
bzw. eingesetzte Lehnsherren.
1298-1371 Errichtung des Vorgängerbaus.
1854 Neubau des Turms im neogotischen
Stil.
Burg KloppMainzer Erzbischöfe,
später Domkapitel
(Erzbischof Siegfried III
von Eppstein).
Um 11 v. Chr. röm. Wachturm. Ab 370
zur Burg ausgebaut. Im 11. Jh. Übergabe
an Mainzer Erzbischof durch Kaiser Otto
II. 1105 erstmals als Burg und 1282 als
Burg "Clopp" erwähnt. 1282 Funktion als
Mainzer Zollburg. Im Rheinischen Zollkrieg
zerstört, Wiederaufbau.1438 Verkauf an
das Mainzer Domkapitel. Zerstört in 1689
und 1711-12 gesprengt. 1875-79 Wiederaufbau.
1875-79 Bau der neugotischen
Villa. Seit 1897 Binger Stadtverwaltung.
Burg RheinsteinErbauer unbekannt.
1323 erste Erwähnung
durch Schenkung der
Burg vom Erzbischof
Mainz an das Domkapitel.
Bau der "Fatzberg" um 1316-17 begonnen.
1354-88 oft Aufenthalt der Erzbischöfe.
1524 schlechter baulicher Zustand, trotz
Zollstelle. 1823 Kauf durch Prinz Friedrich
Wilhelm Ludwig von Preußen, erstmals
"Rheinstein" genannt. 1825-29 als erster
Wiederaufbau der Rheinromantik. 1839
Ergänzung Familiengrabeskapelle durch
Philipp Hoffmann. Seit 1975 in Privateigentum.
Burg Reichenstein1213 Philipp von
Bolanden.
1213 Philipp von Bolanden. 1218 an
Werner von Bolanden, der den Namen
"von Reichenstein" annahm. Ohne Erben,
Rechte an Philipp von Hohenfels. Im 16.
Jh. sukzessiver Verfall der Burg. 1834 Kauf
durch General Baron Franz Wilhelm von
Barfuß. Weitere Besitzerwechsel.1898
Nikolaus-Kirsch-Puricelli mit seiner Frau
als Alleinerbin der Rheinböller Hütte. 1899-
1902 Wiederaufbau unter Einbeziehung
der mittelalterlichen Substanz mit Ansätzen
im englischen Tudorstil. Besitzerwechsel.
Seit 2014 wieder im Familienbesitz.
Burg SooneckAb dem 11. Jh. im
Besitz der Cornelimünster
bei Aachen.
1271 vermutlich 1. urkundlich gesicherte
Erwähnung, Verkauf an Mainzer Domstift.
Ab 1349 Johann II von Waldeck (nahezu
vollständiger Neubau). Ab 1689 Zerstörung
und Verfall. 1834 durch Gemeinde Trechtingshausen
Verkauf an Kronprinz Friedrich
Wilhelm IV. 1834-64 Wiederherstellung der
Burg als Jagdsitz des Königshauses.
HeimburgErzbischof von Mainz.Ca. 1320 als Trutzburg gegen kurpfälzische
Burgen Reichenstein, Fürstenberg
und Stahleck. Verfall im Dreißigjährigen
Krieg. 1836 Kauf durch preußischen
Generalmajor von Barfuß-Falkenburg.
1866-68, Freiherr von Wackerbart. 1882
Fabrikant Eduard von Rabeneck. 1898-
1920 Bergbauunternehmer Robert Meiser.
1920 Nora Dunlop und Hugo Stinnes bis
1965. Seit 1987 im Privatbesitz.
SauerburgAm 26. Februar 1355
erhält Pfalzgraf Ruprecht
I. vom Erzbischof
die Erlaubnis zur
Errichtung der Sauerburg
zum Schutz gegen
die nahe gelegene Burg
Waldeck. Wann sie tatsächlich
erbaut wurde,
ist nicht gesichert.
1505 Verkauf an Hofmarschall Philipp von
Kronberg.
1618 Wiederherrichtung und Erweiterung
nach Verfall durch die Brömser aus
Rüdesheim, mit Bastionen und Geschützrondell.
1668 im Besitz der Freiherren
von Metternich-Winneburg. Schlechter
Zustand.1672 Reichsgrafen von Sickingen.
1689 Ruine durch Sprengung und Brände
französischer Truppen des Königs Ludwig
XIV. 1909-12 Kauf durch Legationsrat
Loehr und teilweiser Wiederaufbau. 2004
Privatbesitz und Umbau in ein Hotel. Seit
2009 keine Nutzung. Die Burg steht zum
Verkauf.
Ruine FürstenbergGründung 1219 durch
den Kölner Erzbischof
Engelbert I., urkundlich
belegt.
1219 Errichtung zur Sicherung und als
Zollburg.Ab1243 als erbliches Lehen und
1410 im Besitz der Kurfürsten von der
Pfalz. Belagerungen.
1314 Verpfändung durch Ludwig der Bayer
an Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt. Im
Dreißigjährigen Krieg durch spanische und
schwedische Truppen erobert.
1689 Zerstörung durch die Franzosen.
Seither mittelalterliche Ruine mit Originalbausubstanzen.
1845 Erwerb durch Prinz Friedrich der
Niederlande und Schenkung in 1846 an
seine Frau. Geplanter Ausbau zu einem
prächtigen Schloss in neugotischen
Formen durch Architekt C. de Jong, ohne
Realisierung.
1910 Verkauf an Familie Wasum, Bacharach.
1993 Kauf durch Gernot Stelter, heutiger
Eigentümer.
Burg StahlbergWahrscheinlich im
Auftrag der Kölner
Erzbischöfe.
Von den Kölner Erzbischöfen zum Schutz
der Viertäler im Verbund mit Stahleck und
Fürstenberg. Dendrochronologisch auf ca.
1160 datiert. Erste Erwähnung in 1243 zur
Übertragung der Kölner Erzbischöfe an die
Pfalzgrafenschaft. Verschiedene Eigentümer,
seit 1912 Rheinischer Verein.
Burg StahleckGoswin oder Hermann
von Stahleck.
Als Schutzburg des Viertäler-Gebietes im
12. Jh. errichtet und 1344-66 in das Stadtmauersystem
(mit 16 Türmen) der Stadt
Bacharach als Eckbastion. Ruine, nach
Sprengung der Burg durch die Franzosen
in 1689. 1828 Kauf durch Kronprinz
Friedrich Wilhelm IV. (Hohenzollern) zur
Schenkung 1829 an seine Gemahlin
Elisabeth von Bayern als ehemaligen
Besitz ihrer Wittelsbacher Ahnen. 1909/10
Burgruine im Eigentum des Rheinischen
Vereins. 1925 Wiederaufbau als Jugendherberge.
Architekt Ernst Stahl bis 1936.
Nach Fremdnutzungen ab 1947 wieder
Jugendherberge. Ín 1965 wurden weitere
Bauarbeiten durchgeführt.
Burg PfalzgrafensteinUnbekannt.Zunächst nur ein Turm. In 1327 mehrfach
erwähnt. 1329 Überlassung an die
Pfalzgrafen. 1339-1342 Erweiterung
Ringmauer. 1339 erstmals als „Pfalzgrafenstein“
erwähnt. 1607 baulich verstärkt.
Sperrriegel mit Burg Gutenfels. Während
des Spanischen Erbfolgekrieges auch
Gefängnis (1701-13). Bis 1803 kleine
Besatzung, danach kein Schiffzoll mehr.
1813/14 setzte Blücher hier über den
Rhein. 1866 Ende der Schifffahrtssteuer.
1867 Übergang von der Nassauischen
in die Preussische Domänenverwaltung.
1949 Schlösserverwaltung Rheinland-
Pfalz. 1970/71 Sanierung barocker
Farbanstrich.
Burg GutenfelsVermutlich Philip I. von
Falkenstein- Münzenberg
(Seitenzweig der
Herren von Bolanden
(-Falkenstein)).
1261 als castrum meum Kuben
erste Erwähnung, Philipp II. von Falkenstein-
Münzenberg. 1277-1289 Pfalzgraf
Ludwig II. Kaub wichtigste kurpfälzische
Zollstelle.1324 Pfalzgraf Ludwig der
Bayer, bauliche Verbesserungen. Seit
1504 trägt die Burg die Bezeichnung
‚Gutenfels‘. Mehrfache Besitzerwechsel,
weitestgehend unzerstört. 1787 Sitz der
Invalidenkompanie. 1807 zum Abbruch
versteigert. 1833 Erwerb Friedrich Habel.
1888-1892 Restaurierung durch Kölner
Architekten Gustav Walter. Seit Dez. 2006
in privatem Eigentum.
SchönburgVermutlich durch das
Erzstift Magdeburg
gegründet. Rheinische
Pfalzgrafen vermutlich
1149 Hermann von
Stahleck.
1149 Hermann von Stahleck, später
Reichsburg und Sitz einer Ganerbschaft.
Ende 14. Jh. Lehen des Erzstifts Trier,
Herren von Schönburg. 1317 Öffnung
der Burg an Grafen von Katzenelnbogen
und 1318 Trierer Erzbischof Balduin von
Luxemburg. Dreiteilung der Burganlage
in 1386. Mehrfache Besetzungen im
dreißigjährigen Krieg. 1689 durch Truppen
Ludwigs XIV. Ab 1719 mehrfache Besitzerwechsel.
1885 Kauf der Ruine durch
Immobilienmakler T. J. Oakley Rhinelander
aus New-York, Wiederherstellung von
Teilen der Anlage. 1950 Kauf durch Stadt
Oberwesel. 1980-82 moderner Ausbau des
Südteils zum Hotel.
Burg RheinfelsGraf Dieter V. von
Katzenelnbogen.
1245 erbaut. 1315 Bau einer Kapelle mit
Friedhof. Ab 1479 Landgrafen von Hessen.
Ab 1567 Residenz des Landgrafen Phillipp
II., dem Jüngeren, von Hessen-Rheinfels.
Fachwerkkonstruktionen in den
Obergeschossen. Nach seinem Tod an
Hessen-Kassel.
1626-47 Residenz von Landgraf Georg
II. zu Hessen-Darmstadt. 1649 bis 1693
Residenz Landgraf Ernst von Hessen-Rotenburg-
Rheinfels. Im 17. Jh. Ausbau als
starke Festung, uneingenommen. Erst in
1794 kampflos den Frz. Revolutionstruppen
überlassen. 1796 Sprengung der
Außenwerke, 1797 des Bergfrieds und des
Darmstädter Baus. 1812 in Privatbesitz
und ab 1818 Materialbruch für Wiederaufbau
der Festung Ehrenbreitstein. Ab 1843
Kauf durch Prinz Wilhelm von Preußen,
ohne Realisierung seiner Wiederaufbaupläne.
Seit 1925 Eigentum der Stadt
St.Goar.
Burg ReichenbergGraf Wilhelm I. von
Katzenelnbogen (als
Lehen Kurtier).
1319 Ersterwähnung. Ab 1326 verschiedene
Burgmannen. Nach Erstellung der
Schildmauer mit den beiden Flankentürmen
und Vorhof kein Weiterbau. 1331
stirbt Wilhelm I. 1352 Teilungsurkunde
zwischen den zerstrittenen Brüdern Wilhelm
II. und Eberhardt V. von Katzenelnbogen.
Eberhard V. erhält den Bestand. 1385
Ausbau vollendet. 1479 an Landgrafen
von Hessen. 1607 fertigt Wilhelm Dilich
Bestandspläne der Burg. Langsamer
Verfall. 1806 Amtssitz und Hessische
Festung. 1816 an Nassau. 1813 Einsturz
des südlichen Schildmauerturms. 1818
Verkauf an Friedrich Habel als Ruine. 1971
Einsturz des nördlichen Turms. Seit 2010
im Privatbesitz.
Burg KatzVermutlich Graf Wilhelm
II. von Katzenelnbogen.
Ersterwähnung 1371. Ab 1378 Sitz von
Burggrafen/Amtsmänner. 1479 Übergang
an Hessen, später Amt Rheinfels.
1520 militärische Besatzung. 1583 an
Hessen-Kassel. Ca. 17./18. Jh. Einbau
weiterer Geschützbatterien. Im 18. Jh.
Vernachlässigung, allmählicher Verfall.
1806 Zerstörung unter Napoleon. 1896-98
Erwerb durch Landrat Berg und Neuaufbau
zusammen mit Bodo Ebhardt. Seit 1989
Privateigentum.
Burg MausTrierischer Erzbischof
Boemund II.
1356 zur Sicherung gegen katzenelnbogische
Rheinfels erbaut. 1362 vollendet
durch Erzbischof Kuno von Falkenstein.
Nie zerstört. Lieblingsresidenz der
Trierer Erzbischöfe Kuno und Werner von
Falkenstein. 1437 bis ca. 1580 an von
Helmstadt und später von Nassau-Sporkenburg
verpfändet. Danach Sitz der
Ämter Boppard, Oberwesel und Wellmich.
1744 Verfall, unbewohnt. Nun der Name
„Maus“. Als Halbruine in 1806 auf Abbruch
versteigert, kaum abgetragen. 1844 Kauf
durch Friedrich Habel. 1900-06 Architekt Gärtner
aus Köln innen ausgebaut. In
Privateigentum.
Burg LiebensteinVermutlich Albrecht von
Lewenstein (Liebenstein).
1294/1295 erstmals erwähnt. 1284-1290
ggf. zunächst als Vorwerk zu Sterrenberg
erbaut. Sicherung des Erbes seiner Gattin
Luckarda von Bolanden gegen deren
Onkel Werner II. von Bolanden. 1294/1295
gab Graf Heinrich von Sponheim-Dannenfels,
den Rittern Schenk von Stromberg
und Ludwig von Sterrenberg zu Lehen.
Nun Name „von Liebenstein“. 1340 durch
Erbteilung ca. 10 Parteien (Ganerben)
mit verschiedenen Ganerbenhäusern.
1510 Philipp von Liebenstein hält alle
Anteile. 1587 noch bewohnt, 1592 bereits
unbewohnbar. 1637 zusammen mit der
Herrschaft Osterspai in den Besitz derer
von Waldenburg. 1783 bis heute als Erbe
an die Freiherren von Preuschen von und
zu Liebenstein.
Burg SterrenbergHerren von Bolanden
(als Reichsministerialen
des staufischen Könighofs).
1034 erstmals urkundlich erwähnt. Eine
der ältesten Höhenburgen am Rhein. 1194
Besitz durch die "Reichsministerialen von
Bolanden" Burg und Ortschaft Bornhofen
als Lehen des Reiches. 1227 die Ritter von
Sterrenberg, Vögte des rechtsrheinischen
Reichsgutbezirk von Boppard. 1247(49)
teilweise Zerstörung. 1268 Aufteilen des
Anwesens unter den Brüdern Werner und
Philipp von Bolanden an Werner. 1288
erben dessen Schwestern seinen Anteil.
Heirat einer der Schwestern mit Albrecht
von Lewenstein. 1316-17 in trierischem
Besitz auf Weisung von König Ludwig IV.
Ende 13. Jh. Grafen von Katzenelnbogen.
Anfang 14. Jh. zweite Ringmauer zum
Schutz gegen Burg Liebenstein. Ca. 1313
Konflikt mit dem Trierer Erzbischof Balduin.
Bornhoven wird dabei zerstört. 1320
Übergabe mit Rheinzoll an Kurtrier. Nun
Mittelpunkt des rechtsrheinischen Kurtrierer
Besitzes. Ende 14. Jh. Errichtung
der sogenannten "Streitmauer" zwischen
Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein.
1456 baufällig und 1568 Verfall,
unbewohnt. 1806 Besitz von Kurtrier an
Nassau, ab 1866 nach Preußen. Seit
1947 Eigentum des Land Rheinland-Pfalz.
1968 umfangreiche Renovierungen. 1974
Restaurierung des Bergfrieds.
Kurfürstliche BurgRichard von Cornwall.1265 Bau des 5-geschossigen, quadratischen
Wohnturms. Ursprünglich Reichsburg
unter König Richard von Cornwall.
1312 geht das Reichsgut Boppard von
König Heinrich III. von Luxemburg an
seinen Bruder, Trierer Erzbischof Balduin.
Seither trierische Landesburg. 1340/41
weiterer Ausbau. Sitz eines Amtmannes,
zeitweilig Zollburg. 1497 weitere Belagerung
mit Teilzerstörungen. 1672 Südflügel
mit Rundturm. In 1694/95 Anbau des
Nordflügels mit pavillonartigen Eckaufsätzen.
Zuletzt entsprechender Anbau 1698-
1701 des Ostflügels. 1788 Amtskellerei,
Zollamt und Wohnung des Amtsverwalters.
Nach 1794 Aufgabe der Burganlage, nun
Nutzung als Magazin und Lazarett. 1810
im Nordflügel die Stadtgendamerie. 1818
eine Strafanstalt. Die baulichen Eingriffe im
19. Jh. hauptsächlich innerhalb des Gebäudes.
1840-1848 Verfüllung der Gräben
auf der West-, Süd- und Ostseite. Später
Unterbringung von Teilen der Kommunalverwaltung.
1951 städtisches Museum.
Schloss LiebeneckReichsfreiherr Franz
von Preuschen von und
zu Liebenstein.
Um 1590 Vorgängeranlage, herrschaftliches
Gutshaus durch Herren von
Liebenstein nach Aufgabe der Burg
Liebenstein und Hauptwohnsitz. Seit 1651
Freiherren von Waldenburg. 2. Hälfte
des 17. Jh. Umbau zu einem barocken
Jagd- und Sommerschloss. 1793 Erwerb
durch Freiherrn von Preuschen von und
zu Liebenstein. Um 1870 Neubau durch
Franz von Preuschen. Realisierung in
1873-1875 auf alten Fundamenten zum
heutigen Schlossbau im historisierenden
Stile der Neorenaissance. 1960 Erwerb
durch einen Hotelier in Erbpacht. 1972
Kauf durch Privatfamilie Schnierle und
Umbau als Familienwohnsitz. Heute im
Privateigentum.
Burg OsterspaiHerren von Liebenstein.Zunächst als Witwensitz derer von
Liebenstein 1302 erbaut. Lehnsträger
waren reichsritterschaftliche Familien,
die bis 1806 die Herrschaft über das
reichsunmittelbare Osterspai ausübten:
Herren von Liebenstein, Freiherren von
Waldenburg und Freiherren von Preuschen
und zu Liebenstein. Im Jahre 1806 Ende
der Lehensherrschaft. Burg nun Eigentum
der Freiherren von Preuschen von und zu
Liebenstein, bis heute.
Schloss PhilippsburgLandgraf Philipp II. von
Hessen-Rheinfels.
1568-1571 erbaut durch Hessischen
Baumeister Anton Dauer als Witwensitz.
Erstes Renaissanceschloss am Rhein. Von
Landgraf Philipp zeitweise als Residenz
genutzt. Bau auf der mittelalterlichen
Stadtmauer mit einer, zwischen zwei Rundtürmen
verlaufenden Verbindungsmauer
(Kurtine) mit Schiessscharten zur Verteidigung
gesichert. Nach Tod von Phillipp
II. lebte hier Landgräfin Anna Elisabeth
von 1583-1602. 1643-1651 Residenz von
Johann der Streitbare. 1682-1689 Verteidigung
der Burg mit Hilfe von Burg Rheinfels
und Marksburg.
Der Verlust der Residenzfunktion führte
zum Verfall.
1804-05 Renovierung mit Verlust prägender
Bauteile: das steile Dach mit Zwerchhäusern und komplettes 3. Geschoss. 1822 Verkauf
an Johann Christian Heberlein, bauliche
Veränderungen, nur noch wenig repräsentative
Wirkung. 1861 Bahnbau und damit
Verlust der Vorburg mit südlichem Turm,
der Braubacher Stadtbefestigung und der
Fortifikation entlang des Uferverlaufes.
1997 Erwerb der Philippsburg durch das
europäische Burgeninstitut und dessen
Eröffnung Ende 1999 nach Umbau.
MarksburgHerren von Eppstein
(als Lehen der Pfalzgrafen),
eine der mächtigsten
Familien des hohen
Mittelalters (alleine im
13. Jh. vier Mainzer
Bischöfe gestellt).
12. Jh. erste Burg aus Turm, Wohnbau
und Ringmauer. 1283 Kauf durch Graf
Eberhard II. von Katzenelnbogen. Errichtung
des gotischen Gebäudes, zeitweise
Residenz. 1479 durch Heirat der Erbtochter
an den Hessischen Landgrafen Heinrich
III. Nun als Bergfestung mit Batterien
und Bastionen unzerstörbar ausgebaut.
Ab 1803 Herzogtum Nassau. Später
Staatsgefängnis und Krankenunterkunft.
1866 Annektion durch Preußen. Kronprinz
Friedrich Wilhelm fand Interesse, aber
ohne Taten. 1900 Erwerb durch die deutsche
Burgenvereinigung im Einverständnis
Kaiser Wilhelm II. und König von Preußen
durch Initiator Professor Bodo Ehrhardt mit
Wiederaufbau.
Schloss MartinsburgErzbistum Mainz.Ersterwähnung 1317. Zunächst als Wohnturm
nach Verlagerung des Mainzer Zolls
durch Mainzer Erzbischof errichtet. Ab
Mitte 14. Jh. schrittweiser Ausbau zu einer
Randhausanlage. Erzbischof Berthold von
Henneburg fügt an Südmauer Wohngebäude
an.
1719-21 Erzbischof Lothar Franz von
Schönborn nach Beseitigung der mittelalterlichen
Vorgängerbauten, barocke
Neubauten als 3-stöckiger Westflügel und
westlicher Teil des Südflügels. 1976-81
umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen,
Ausbau von Wohnungen und einem
Fastnachtsmuseum. In Privateigentum.
Burg LahneckKurfürst Siegfried III.
von Eppstein.
Burg Lahneck wahrscheinlich erbaut ab
1233, als nördlichste Burg des Erzstiftes.
Sicherung des Mainzer Besitzes im Raum
Lahnstein, inkl. eines Silberbergwerkes.
Seit 1244 Burggraf Embricho von Lahneck
als örtliche Amtsführung nachweisbar.
1292 Verlegung der Mainzer Zollstelle von
Boppard nach Lahnstein.
Nach 1295 verschiedene Adelsgeschlechter,
z.B. die Grafen von Sayn, Katzenelnbogen
oder Virneburg als Burgmannen
genannt. Nach 1436 (oder 1464) stärkere
Sicherung der Burg mit äußerem Bering.
1635 erstmals und 1662 nochmals verwüstet
und als Steinbruch genutzt. In 1854
Kauf durch englischen Eisenbahnunternehmer
Edward Moriarty von der Familie
Lassaulx und im Sinne der (Rhein-)
Romantik im Stil der englischen Neugotik
wiederaufgebaut. Weitere Besitzerwechsel,
Kauf durch Vizeadmiral Mischke 1907 und
seit 1946 im Eigentum der Erbengemeinschaft
Mischke/von Preuschen.
Schloss StolzenfelsZwischen 1242 und
1248 durch den Trierer
Erzbischof Arnold II.
von Isenburg erbaut.
1244 Entstehung des Bergfrieds.1331
kurtrierische Zollburg. Hierfür Verbindung
durch Mauern mit dem Ort am Rhein durch
Erzbischof Balduin von Luxemburg. Im
dreißigjährigen Krieg zunächst von den
Schweden, dann von Franzosen besetzt.
In 1689 von den Franzosen zerstört.
Nach 150 Jahren als Ruine im Eigentum
der Stadt Koblenz. Schenkung in 1815
an den Kronprinzen Friedrich Wilhelm
von Preußen. Annahme erst in1823 nach
seiner Hochzeit mit Elisabeth von Bayern.
1835/36 Wiederaufbau nach Plänen
von K. F. Schinkel und F. A. Stüler als
klassizistisches Schloss. Einbezug der
Landschaft und Anlage des umfassenden
Landschaftsparks nach Plänen von Peter-
Joseph Lenné.
Kurfürstliches SchloßTrierer Kurfürst und
Erzbischof Clemens
Wenzelaus von Sachsen.
1777-1799: Bau der Anlage. 1842-1845
Modernisierung der Innenräume nach
Entwürfen von Friedrich August Stüler.
1950-1951 moderner Innenausbau
nach Zerstörung. 1935: Einweihung
des Thingplatzes / -feierstätte auf dem
Vorplatz. 1944 bei Luftangriff zerstört,
anschließend verfüllt. 1950 Wiederaufbau
der „Zirkularbauten“ auf ursprünglichem
Grundriss, in schlichterer Formensprache.
Außenanlagen wurden im Rahmen der
BUGA 2011 saniert.
Alte BurgTrierer Erzbischof Heinrich
II. von Finstingen.
Ab 1277 Ausbau des Burgmannensitzes
der Herren von Arken. Ab 1332 Bau der
Balduinbrücke, des Rundturms, des
Westflügels, des Zwingers mit Rundtürmen
zwischen der Brückenrampe und der
Burg. Ab 1419 Fertigstellung der Moselbrücke
und Bau eines Brückentorturms,
Einbau der Kapelle im Obergeschoss des
Nordostturms. 1556-1567 Erweiterung
der Gesamtanlage um Ostflügel und
Treppenturm.1771 Bau des Eisbrechers
mit Plattform an der Moselseite. 1898-1900
Modernisierungsarbeiten und Innenausbau.
Festung Ehrenbreitstein1. Burganlage
vermutlich Erembert
(Ehrenbrecht) aus dem
Haus der Konradiner |
Trierer Erzbischof Hillin
von Falmagne.
1019 erstmals erwähnt, nach 1018 mit
der Schenkung des Königshofes Koblenz
an das Erzstift Trier bis zum Ende des
Kurstaates. 1110 urkundlich erwähnt.
Trierer Erzbischof Hillin von Flamagne
(1152-1169) hat sie um- und ausgebaut.
Aussehen und Lage der Burg um Mitte des
12. Jh. ist bislang nicht bekannt. Ggf. eine
Randbebauung. Schlüsselstellung unter
den Landesburgen im Zusammenhang
mit dem Ausgreifen des Trierer Kurstaats
auf den rechtsrheinischen Raum (Westerwald).
Anfang 13. Jh. ist Ehrenbreitstein
im „Liber annalium iurium“ unter den
besatzungsstärksten Trierer Landesburgen
aufgeführt. Seit der zweiten Hälfte des 13.
Jh. zeitweise bevorzugte Residenzburg der
Kurfürsten. Unter Heinrich von Finstingen
(1260-1286). Der erste weitere Ausbau.
Im 14. Jh. Entwicklung einer Vorburg mit
Behausungen für Handwerker und Diener
nördlich des Hellengrabens. Sanierung der
Freianlagen im Rahmen der BUGA 2011.
GroßfestungErbaut zwischen 1815
und 1834 durch Friedrich
Wilhelm III.
Durch den Wiener Kongress 1814/1815
gingen die rheinischen Besitztümer des
Trierer Kurstaates als Teil der Rheinprovinz
zum Königreich Preußen über. Am 11.
März 1815 erging die „Order zur Neubefestigung
der Stadt Coblenz und der Festung
Ehrenbreitstein“ durch König Friedrich
Wilhelm III. In den folgenden Jahren
entstand die Festung Koblenz, eines der
umfangreichsten Festungssysteme Europas,
gebaut nach modernsten Erkenntnissen
in der so genannten „Neupreußischen
Befestigungsmanier“.
Inwertsetzung der Burggärten im Welterbe Oberes Mittelrheintal. Bestandserfassung, Analyse, Rahmenkonzept 49
Marktburg HEUnbekannt.Wahrscheinlich im 12. Jh. erbaut. Nicht
erforscht. Erbauer vielleicht ein Ministerialengeschlecht,
die sich ab 1276 „de
foro“ – also „vom Markt“ – nennen. Seit
1276 im Besitz der Fuchs von Rüdesheim.
Ggf. auch nach 1368 zeitweise Eigentum
der Brömser von Rüdesheim. Vor 1640
vermutlich aufgegeben, ggf. in Kriegswirren
beschädigt. 1663 Bau eines Wohnhauses,
nur noch Turm vorhanden. Seit
1819 Turm und umliegendes Gelände in
Privatbesitz. In1885 Besitzwechsel. Heute
in Privateigentum.
Boosenburg HEErzbistum Mainz.Im Kern hochmittelalterlich. Ursprünglich
eher eine Art Turmburg. 1378 stirbt die
Linie der Fuchs von Rüdesheim aus. 1430
unter mehreren Ganerben aufgeteilt, z.B.
auch Boos von Waldeck, Namensgeber
der Boosenburg. Seit 1474 alleinige Eigentümer
und im 15. und 16. Jh. Bau von
Wohn- und Wirtschaftsgebäude innerhalb
des Berings.
Als Ruine 1830 im Besitz der Grafen
von Schönborn und 1836 Abtrag außer
Hauptturm. 1868 Erwerb durch Familie von
Sturm. In 1873 der Bau einer neugotischen
Villa. Erhöhung des Turmes um ein Stockwerk
mit Zinnenkranz. Die Oberburg diente
den von Sturm und ab 1939 der Familie
Jung als Weingut.
Brömserburg HEUnklar, ab 1282
nachweislich Besitz des
Mainzer Erzbistums
durch Übergabe der
Herren von Rüdesheim.
Heute erhaltene Reste aus 13. Jh.
Grundriss nahezu rechteckig, ringsum
von einer 5 Meter hohen Mauer umgeben.
Angrenzend ein quadratischer Eckturm
im Nordwesten als Bergfrieds. Der frühen
Burg war ein Graben vorgelagert.
Ruine Rossel HEGraf Karl Maximilian
von Ostein.
1774 als Lustgewölbe gegenüber der
Nahemündung nachgewiesen. 1775 und
1785 Einfassung der Plattform mit Balustraden.
1787 der Bau des bis heute erhaltenen
Turms durch Baumeister Mangin.
1790-1794 verschiedene Arbeiten. Starke
Beschädigungen während beiden Koalitionskriegen.
1806 Wiederaufbau. Unter
Graf Ostein letzte Ausbesserungen in
1807, 1808 und 1810. Danach im Eigentum
der Grafen von Waldbott-Bassenheim
1832-1841 einzelne Ausbesserungen. Weitere
während der herzoglich-nassauischen
Periode von 1855-1865. 1866 fällt sie an
Preußen. Letzte Arbeiten in 1916. 2013-15
vollständige Sanierung nach Bauforschung
durch das Land Hessen über die Staatliche
Verwaltung Schlösser und Gärten, Bad
Homburg v.d.H.
Ruine Ehrenfels HEErzbischof Siegfried II.
von Eppstein.
1211 durch Philipp von Bolanden im
Auftrag des Erzbischofes Siegfried II. von
Eppstein erbaut. 1222 durch königliches
Urteil an Mainz zugeschlagen. Besetzung
mit kurmainzischen Burgmannen. Mitte
des 13. Jh. Funktion als Zollstation mit
Zollhaus und Mäuseturm. 1301 Übergabe
für fünf Jahre an Gottfried von Brauneck
während des Rheinischen Zollkriegs der
Kurfürsten und Sieg Albrechts. Ausbau der
Anlage durch Stiftsverwalter Kuno II. von
Falkenstein, nach Verpfändung an ihn in
1353.
1356 Besetzung durch Erzbischof Gerlach
von Nassau. Gemäß Forstberichten aus
1587/88 war der Niederwald Wirtschaftswald
der Burg mit Hofgut Niederwald.
Mehrfach belagert und besetzt. 1689
schwere Beschädigungen durch das
französische Heer. Entfernung der äußeren
Bereiche durch Anlage weiterer Weinberge.
Aufgabe und Verkauf der Ruine durch
Mainzer Domkapitel samt Niederwald.
1693 im Besitz der Grafen von Stadion.
1705 Verkauf samt Niederwald an Freiherr
Johann Franz Sebastian von Ostein. Bis
zum Aussterben der von Ostein in deren
Besitz. 1866 fällt die Burg an Preußen,
heute Eigentum des Land Hessen.
Burg Rheinberg HERheingrafen (Lehen
Kurmainz).
Vermutlich zweite Hälfte des 12. Jh. Eine
der ältesten und wichtigsten Burgen
des Rheingaus an dessen Nordgrenze.
Erstmals 1187 erwähnt, aber länger
existierend. Ab 1279 durch den Mainzer
Erzbischof Werner von Eppstein eingeschlossen
und belagert. Dabei Anlage der
Belagerungsanlagen Blideneck und Aachener
Schanze im Umfeld der Burg. Erhebliche
Zerstörungen. Weitere Eigentümer.
1304 Gelob des Johann von Rheinberg
als Amtmann des Mainzer Erzbischof an
die mainzische Gegenburg Kammerburg,
Burg Rheinberg binnen acht Jahren nicht
wiederaufzubauen.
1316 Wilhelm von Katzenelnbogen als
Herr der Burg. Verkauf an den Adeligen
Grans von Heppenheft und Brenner von
Lahnstein. Rheinberg wird Ganerbenburg.
Offenbar mit Burgkapelle. 1471 noch von
einem Geistlichen betreut. Wann die Burg
verlassen wurde, ist unklar. 1822 gingen
die Ruinen Rheinberg und Kammerburg
an den Freiherrn von Zwierlein zu Geisenheim.
Heute in Privateigentum.
Burg Waldeck HEHerren von Waldeck.1315 erstmals genannt als Offenhaus
einiger Bewohnerfamilien. Damals
im Besitz von 4 Edelherren und 21
Edelknechten, also über 20 Ganerben-
Familien. In dieser Zeit vermutlich der um
die Kernburg angelegte Ring von Wohnund
Wirtschaftsbauten.
1333 und 1349 sind Baumaßnahmen
belegt. Im 14. Jh. offenbar „Hin und Her“
zwischen Katzenelnbogen, Kurmainz und
Kurtrier zu Gunsten des Erzstift Mainz.
1476 wird eine Kapelle erwähnt. 1502 bis
ins 18. Jh. verlehnt an die Breidbach von
Bürresheim. Ggf. im 17. Jh. aufgegeben.
Heute in Privateigentum.
Ruine Nollig HEUnbekannt.Keine zuverlässigen Schriftquellen
bekannt. Baugeschichtliche Besonderheit
durch zahlreiche, 30 x 30 cm, starke
Balkenspuren im Mauerwerk, als hölzerner
Fachwerkturm. Errichtet zu Beginn des
14. Jh. Erst später Ausbau in Stein, mit
Ummauerung der Fachwerkkonstruktion.
Der ruinöse Bau wurde in den 1930er
Jahren untersucht und dokumentiert.
Heute in Privateigentum.
  • Unsere Serie widmet sich den Burggärten im Welterbe Oberes Mittelrheintal auf Basis der 2019 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium vorgestellten Studie (PDF). Zugunsten der Lesbarkeit im Web wurde diese Darstellung gegenüber dem PDF gekürzt. Bisher erschienen:
  1. Die Burggärten im Welterbetal
  2. Was sind überhaupt Burggärten?
  3. Quellen und Materialien
  4. Die Burganlagen im Überblick
  5. Die bauliche Entwicklung der Burgen
  6. Wo es Burggärten gibt
  7. Gartenhistorische Epochen
  8. Aktuelle Situation der Burggärten
  9. Die Besonderheiten
  10. Was Entwicklungsziele sein könnten
  11. Burgen und Burggärten als „Perlenkette“
  12. Beispiele überarbeiteter Gärten aus aller Welt

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