Menu Close

Blick hinter die Kulissen: Organisationsmodell und Planungsprozess

Die Durch­füh­rung der Mach­bar­keits­stu­die baut auf den Ergeb­nis­sen der »Vor­stu­die Bun­des­gar­ten­schau Mit­tel­rhein­tal 2031« auf (inzwi­schen wur­de der Ter­min bekannt­lich auf 2029 vor­ver­legt). Zen­tra­le Fra­ge­stel­lun­gen wur­den auf­ge­grif­fen und ver­tieft.

In drei Bear­bei­tungs­pha­sen ent­wi­ckel­te ein inter­dis­zi­pli­när besetz­tes Team die Kon­zep­tio­nen und trug die not­wen­di­gen Ergeb­nis­se in einem dia­log­ori­en­tier­ten Pla­nungs­pro­zess zusam­men. Für die anspruchs­vol­le Auf­ga­be einer Mach­bar­keits­stu­die der dezen­tra­len BUGA 2031 (jetzt 2029) Obe­res Mit­tel­rhein­tal wird das Know-how von Exper­ten aus den Berei­chen Land­schafts­ar­chi­tek­tur, Stadt- und Regio­nal­pla­nung, Mobi­li­tät und Tou­ris­mus, Mar­ke­ting und Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­langt. Dies­be­züg­lich hat sich das inter­dis­zi­pli­nä­re Team unter der Feder­füh­rung von RMP Ste­phan Len­zen Land­schafts­ar­chi­tek­ten um viel­sei­ti­ge The­men und die Ein­bin­dung von Bür­gern sowie dif­fe­ren­ziert aus­ge­wähl­ten Akteu­ren bemüht.

Im Vor­der­grund der Bear­bei­tung stand vor allem der Zuschnitt einer der atmo­sphä­ri­schen Kulis­se ange­mes­se­nen Aus­stel­lungs­kon­zep­ti­on, wel­che regio­nal Zuspruch fin­det und den ent­spre­chen­den Vor­ga­ben der Deut­schen Bun­des­gar­ten­schau-Gesell­schaft mbH (DBG) ent­spricht. Eine zen­tra­le Auf­ga­be war zudem die Detail­lie­rung der in der Vor­stu­die nur ange­schnit­te­nen The­men­kom­ple­xe Orga­ni­sa­ti­on sowie Kos­ten und Finan­zie­rung.

Orga­ni­gramm der Arbeits­ge­mein­schaft.

Im Vor­der­grund der Bear­bei­tung stand vor allem der Zuschnitt einer der atmo­sphä­ri­schen Kulis­se ange­mes­se­nen Aus­stel­lungs­kon­zep­ti­on.

Die genann­ten Auf­ga­ben­kom­ple­xe durch­lie­fen ver­schie­de­ne Bear­bei­tungs­pha­sen. Über alle Bear­bei­tungs­pha­sen hin­weg tag­te im 14-tägi­gen Rhyth­mus eine Arbeits­grup­pe, die den jewei­li­gen Arbeits­fort­schritt behan­del­te, Kon­zep­tio­nen dis­ku­tier­te und die Betei­li­gungs­ver­an­stal­tun­gen abstimm­te. Die­se Arbeits­grup­pe war auch der Rah­men zur Ein­bin­dung von aus­ge­wähl­ten Ansprech­part­nern, bei­spiels­wei­se Ver­tre­tern von Lan­des­fors­ten, dem Lan­des­be­auf­trag­ten für die Belan­ge behin­der­ter Men­schen oder Akteu­re der Wirt­schaft (IHK). Die DBG beglei­te­te zudem inten­siv den inhalt­li­chen Aus­tausch.

Dar­über hin­aus fan­den wei­te­re Abstim­mungs­struk­tu­ren und Regel­ter­mi­ne statt, um die Ergeb­nis­se der Pla­nung rück­zu­kop­peln. Der Zweck­ver­band Welt­erbe Obe­res Mit­tel­rhein­tal nahm pro Quar­tal an einem Arbeits­ge­spräch teil. Die­se Ter­mi­ne geben mit ihren Inhal­ten sehr gut den fort­schrei­ten­den Kon­kre­ti­sie­rungs­grad der Pla­nun­gen wie­der (1. Ter­min: Orga­ni­sa­ti­on und Finan­zie­rungs­struk­tur / 2. Ter­min: Orga­ni­sa­ti­on, Flä­chen und Kos­ten / 3. Ter­min: Haus­hal­te und Refi­nan­zie­rung).

Zusätz­lich führ­te die Ent­wick­lungs­agen­tur Rhein­land-Pfalz e. V. im Hin­ter­grund wert­vol­le Auf­klä­rungs­ge­sprä­che mit rele­van­ten Minis­te­ri­en, um die Finanz­pla­nung abzu­si­chern. Außer­dem stimm­te sich die Arbeits­grup­pe mit der ICOMOS ab, wel­che zum Zeit­punkt der Kon­zep­ti­on im Juli 2017 der Pla­nung die Welt­erbe­Ver­träg­lich­keit aus­sprach.

Die Ein­bin­dung der Lan­des- und Kom­mu­nal­po­li­tik erfolg­te durch eine zen­tra­le Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung sowie mit­tels Bei­trä­gen zu den tur­nus­mä­ßí­gen Zweck­ver­bands­ver­samm­lun­gen. Die Ter­mi­ne glie­dern den Bear­bei­tungs­zeit­raum, gewähr­leis­ten einen fort­wäh­ren­den Daten- und Infor­ma­ti­ons­aus­tausch sowie ein ent­spre­chen­des Moni­to­ring bzw. not­wen­di­ge Betei­li­gung der rele­van­ten Inter­es­sen- und Ziel­grup­pen. Der Bear­bei­tungs­zeit­raum lässt sich dabei the­ma­tisch in ein­zel­ne Bear­bei­tungs­pha­sen zusam­men­fas­sen:

Die Analysephase

Die Ana­ly­se­pha­se nahm vor allem das ers­te Vier­tel der Bear­bei­tungs­zeit in Anspruch. Mit den zen­tra­len Fra­ge­stel­lun­gen der Vor­stu­die wur­den bereits Auf­ga­ben for­mu­liert. Neben der Recher­che zu ver­füg­ba­ren Daten und Infor­ma­tio­nen stan­den zusätz­lich wei­te­re Orts­be­ge­hun­gen auf der Agen­da. Um die Ana­ly­se von Pro­blem­stel­lun­gen und Ent­wick­lungs­po­ten­zia­len, die Iden­ti­fi­zie­rung von not­wen­di­gen Hand­lungs­fel­dern, die Erar­bei­tung von Zie­len und umsetz­ba­ren Lösun­gen sowie Maß­nah­men zur Akti­vie­rung aller rele­van­ten Akteu­re zu gewähr­leis­ten, war eine umfang­rei­che Par­ti­zi­pa­ti­on sehr hilf­reich. Detail­in­for­ma­tio­nen sind dem Fol­ge­ka­pi­tel und dem Mate­ri­al­band zu ent­neh­men.

Die Konzeptionsphase

In der Kon­zep­ti­ons­pha­se folg­te aus der Ana­ly­se eine Dia­gno­se zu not­wen­di­gen Pla­nun­gen und Pro­jek­ten. Auf Basis der Fort­schrei­bung und Ver­tie­fung des Leit­bil­des, ein­her­ge­hend mit der Ent­wick­lung und Kon­kre­ti­sie­rung dau­er­haf­ter Raum­mo­del­le, erga­ben sich ers­te Ansät­ze zur Aus­stel­lungs­kon­zep­ti­on. Um auch in die­sem Zusam­men­hang den Betei­li­gungs­pro­zess zu inten­si­vie­ren und ein regio­nal aner­kann­tes Aus­stel­lungs­lay­out zu veri­fi­zie­ren, defi­nier­te die Arbeits­grup­pe Zie­le und Erfolgs­kri­te­ri­en, die selbst­ver­ständ­lich mit den DBG-Kri­te­ri­en kor­re­spon­die­ren. Anhand der Kri­te­ri­en initi­ier­te sie einen Flä­chen­auf­ruf bei den Zweck­ver­bands-Kom­mu­nen.

Beglei­tend zu den räum­lich-kon­zep­tio­nel­len Pla­nun­gen wur­den die Über­le­gun­gen zur Orga­ni­sa­ti­ons­form der BUGA sowie vor allem zu Kos­ten- und Finan­zie­rungs­über­sich­ten abge­stimmt.

Die Definitionsphase

Die Vor­la­ge des fina­len, iden­ti­täts­ge­bun­de­nen Aus­stel­lungs­kon­zep­tes ermög­lich­te zudem die Ein­ord­nung, Fest­le­gung und Eva­lu­ie­rung des lang­fris­ti­gen Kon­zep­tes der Ver­bund­räu­me, ein­schließ­lich der Defi­ni­ti­on rele­van­ter Zie­le und Pro­jekt­bau­stei­ne. Die­ser Schritt ging ein­her mit dem abschlie­ßen­den Abgleich der Haus­hal­te zu Inves­ti­tio­nen und Durch­füh­rung.

Auf Basis die­ser Kon­zep­tio­nen erfolg­ten eine Auf­stel­lung zum Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Mar­ke­ting­kon­zept, eine Vor­ga­be für die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se und die Defi­ni­ti­on von Mei­len­stei­nen auf dem Weg zu einer erfolg­rei­chen BUGA im Jahr 2031. Spä­ter wur­de die BUGA bekannt­lich aufs Jahr 2029 vor­ge­zo­gen.

  • In unse­rer Serie beleuch­ten wir auf Basis der Mach­bar­keits­stu­die (PDF 2031, Ergän­zung 2029) die Mög­lich­kei­ten und Aus­wir­kun­gen der Bun­des­gar­ten­schau 2029 im Obe­ren Mit­tel­rhein­tal. Bis­her erschie­nen:
  1. Fami­lie Schmidt besucht die BUGA
  2. Impul­se für das Obe­re Mit­tel­rhein­tal
  3. So war es bei der Lan­des­gar­ten­schau 2008 in Bin­gen
  4. So war es bei der Bun­des­gar­ten­schau 2011 in Koblenz
  5. So war es bei der Bun­des­gar­ten­schau 2015 in der Havel­re­gi­on
  6. Eine dezen­tra­le BUGA – geht das?
  7. Beson­der­hei­ten und Poten­zia­le
  8. Land­schaft: Was­ser, Wald, Fels und Wein
  9. Die Wie­ge des Tou­ris­mus
  10. Infra­struk­tur: Fluch und Segen zugleich
  11. Orts- und Regio­nal­ent­wick­lung
  12. Das Unesco-Welt­erbe
  13. Orga­ni­sa­ti­ons­mo­dell und Pla­nungs­pro­zess
  14. Par­ti­zi­pa­ti­on
  15. Pla­nungs­grund­la­gen
  16. Ziel- und Erfolgs­kri­te­ri­en
  17. Flä­chen­mel­dung und Ein­ord­nung
  18. Leit­li­ni­en
  19. Ver­bund­räu­me
  20. Auf dem Rhein
  21. Das gan­ze Tal bespie­len
  22. Kon­zept für die BUGA 2029
  23. Qua­li­fi­zie­rung und Aus­wahl von Schwer­punkt­stand­or­ten und ‑pro­jek­ten
  24. Stand­or­te im Nörd­li­chen Tal
  25. Stand­or­te im Zen­tra­len Tal
  26. Stand­or­te im Süd­li­chen Tal
  27. Mobi­li­täts­kon­zept
  28. Ver­an­stal­tungs­kon­zept
  29. Tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur
  30. Wei­te­re Pro­jekt­ideen
  31. Was bleibt?

(320 Abru­fe)

Weitere Themen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Okay" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen